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Pflege & Tipps

Veröffentlicht am 27.08.2014

Richtig pflegen für lange Haltbarkeit

Damit Sie Ihre Motorradbekleidung lange schützt und begleitet, müssen Sie sie pflegen. Mit den richtigen Pflegetipps sieht Ihre Klamotte immer frisch aus und Sie stärken sie in ihren Eigenschaften. Nach dem Reinigen sollten Sie Ihre Bekleidung imprägnieren, damit sie noch wetterbeständiger wird.

Waschen oder reinigen?

Motorradbekleidung gehört nicht in die Waschmaschine! Zwar mögen manche Textilien den Waschgang aushalten, jedoch leiden Membran und Innenmaterialien unter der hohen Beanspruchung beim Wenden und Schleudern. Mit Weichspüler und Wasserenthärter geht jede Membran schnell und garantiert kaputt. Damit Ihnen Ihre Motorradjacke und -hose lange Freude bereitet, sollten Sie sie am besten handwaschen.

  • Fliegen und Schmutz mit nassem Handtuch einweichen.
  • Keine Wasserenthärter, Weichspüler oder Waschmittel
  • Lauwarmes/handwarmes Wasser
  • In der Badewanne oder Waschwanne einweichen.
  • Weiche Wurzelbürste zum Entfernen hartnäckiger Verschmutzung.
  • Maximal drei bis vier Tropfen Spülmittel
  • Danach gründlich mit klarem Wasser spülen
  • Niemals mit dem Hochdruckreiniger absprühen!
  • Gut trocknen!

    Vorallem Lederbekleidung muss gut getrocknet werden. Sobald nur ein kleines bisschen Restfeuchtigkeit im Material verbleibt, können sich Stockflecken bilden, die nicht nur übel riechen, sondern auch gesundheitsgefährlich sein können. Man kann diese zwar mit scharfen Mitteln in den Griff bekommen und entfernen, jedoch werden das Leder, die Membran und Funktionsmaterialien dabei so angegriffen, dass sie nicht mehr ihren Dienst verrichten können. Bei Naturleder wird die Zellstruktur aufgelöst, wodurch das Leder rissig wird und außerdem seine hohe Abriebfestigkeit verliert. Unser Tipp:

  • Um Hitzeschäden zu vermeiden, sollte nasse Bekleidung nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden.
  • Lassen Sie Ihre Bekleidung an einem schattigen Ort gut trocknen und auslüften.
  • Wenn die Klamotten nach einem Tag immer noch feucht sind, sollten Sie mit einem Fön oder einem Ventilator nachhelfen. Der forcierte Luftstrom durch das Innere der Bekleidung nimmt viel Feuchtigkeit auf und sorgt für rasches Trocknen. Aber auch hier gilt: keine hohen Temperaturen!
  • Bekleidung, die trotz gutem Lüften und Trocknen immer noch leicht muffig riecht, kann mit handwarmem Wasser und etwas Geschirrspülmittel gereinigt werden. Leder muss danach gut eingefettet und gepflegt werden!

    Lederpflege

    Die Lederkombi oder auch die klassische Lederjeans reinigt man am besten mit einem feuchten Handtuch. Hartnäckige Verschmutzung wie z.B. Fliegen können vorher eingeweicht werden. Es gibt auf dem Zubehörmarkt Lederpflegeprodukte, die allerdings nicht immer günstig sind. Ein Schwamm und (ein wenig!) Kernseife tun genauso ihren Dienst. Grundsätzlich darf man Leder nicht hart abreiben oder scheuern, da man sonst die Oberfläche beschädigt. Vergessen Sie nach dem Reinigen und Trocknen Ihrer Lederbekleidung nicht das Einfetten. Damit bleibt das Leder geschmeidig, wird nicht rissig und behält sein Aussehen.

    Wie pflege ich meine Wachsjacke?

    Gewachste Baumwolle ist sehr beliebt, da sie leicht, atmungsaktiv und gleichzeitig wasserabweisend ist. Über die Zeit verliert das Baumwoll-Trägermaterial etwas von dem Wachs, z.B. Ausspülen durch Regen, daher muss es „nachgewachst“ werden. Das ist leider ein aufwändiger Prozess, da das gleichmäßige Verteilen und Einreiben des Wachs viel Zeit und Kraft in Anspruch nimmt. Man muss die richtige Menge auftragen. Nimmt man zu wenig, ist der Auffrischungseffekt zu gering – nimmt man zu viel, drückt sich das Wachs bis auf die unteren Stoffschichten durch. Je nach Farbe der Wax-Cotton-Bekleidung sollte man dunkles oder aber farbloses Wachs verwenden. Dieses bekommen Sie im gut sortierten Outdoor-Fachhandel.
    Die Wachsjacken sollten nicht gewaschen werden. Sind sie jedoch einmal verschmutzt, so kann man die Oberfläche mit einem Handwaschlappen und kaltem(!) Wasser reinigen. Setzt man die Jacke zu hohen Temperaturen aus oder verwendet gar fettlösende Reinigungsmittel, so beginnt das Wachs aus der Jacke „herauszufließen“. Das Ergebnis ist eine mit Wachs verschmierte Garderobe – oder, noch schlimmer – eine durch Wachs rutschig gewordene Motorradsitzbank, die dann ein hohes Gefahrenpotential birgt. Sollten Sie Schwierigkeiten mit der Reinigung unserer Wachsjacken haben, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen.

    Was gilt für Stiefel?

    Egal ob aus Leder oder Polyester: einen Stiefel richtig zu reinigen gestaltet sich oft schwierig, kommt man durch seine Bauart bedingt nicht an alle Stellen leicht heran.
    Die Innenseite des Schuhwerks sollte jedesmal, wenn auch die Socken durch Schweiß feucht waren, mit einem in Spülwasser getränktem Lappen ausgerieben werden. Damit verhindern Sie das Ansetzen von Bakterien, die zum einen für schlechten Geruch sorgen und sich zum anderen beim nächsten mal auf Ihre frisch gewaschenen Socken schlagen. Sollte sich trotzdem weiterhin ein Geruch in Ihren Stiefeln bilden, packen Sie diese in eine Tüte und legen Sie sie für 48 Stunden ins Gefrierfach. Dabei sterben die meisten Bakterien ab. Bedenken Sie, dass der Stiefel komplett trocken sein muss, sonst können Poren im Stoff oder in der Membran „auffrieren“.
    Die Außenseite können Sie recht einfach pflegen: abwaschen (nicht bürsten oder scheuern) und bei Bedarf imprägnieren bzw. Leder einfetten.

    Handschuhe

    (Hier kommt noch ein Text – wenn ich Lust habe).

    Ein sauberer Helm – das A und O

    Das wichtigste „Kleidungsstück“ des Motorradfahrers ist der Helm. Der muss immer tipptopp in Ordnung sein, damit Sie die Fahrt auf Deinem Motorrad sicher und anstrengungsfrei genießen können.
    Ein verkratztes Visier oder eine verkratzte Sonnenblende erschweren die Sicht bei tief stehender Sonne, erleichtern aber das Ansetzen von feinem Schmutz, der wie eine milchige Schicht wirkt. Ein einfaches Wegreiben mit den Händen oder Handschuhen bringt meist nur Besserung für wenige Minuten.
    So reinigen Sie Ihr Visier:

  • Wenn notwendig, bauen Sie das Visier von Ihrem Helm ab.
  • Legen Sie ein nasses Küchenpapier über das Visier und lassen Sie die Verschmutzungen aufweichen.
  • Reinigen Sie dann das Visier außen mit einem kleinen Tropfen Spülmittel, innen mit blankem Wasser.
  • Spülen Sie das Visier mit klarem Wasser nach und trocknen Sie es mit einem weichen, fusselfreien Tuch.
  • Keinesfalls angetrockneten Schmutz und Fliegen direkt wegwischen! Damit verkratzen Sie Ihr Visier!
  • Verwenden Sie bitte keinen Glasreiniger oder ähnliche Produkte, da diese das Visier mit der Zeit anlaufen lassen. Nach dem Reinigen mit klarem Wasser können Sie unseren Visierreiniger verwenden. Er ist schonend und verhindert das schnelle Ansetzen von Schmutz auf dem Visier.