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Motorradbekleidung

Veröffentlicht am 12.10.2011

Gut gerüstet – gut für Ihre Gesundheit

Nicht nur um Ihre Sicherheit geht es beim Stichwort „Bekleidung“, sondern auch um Ihre Gesundheit! Mit dem Fahrtwind und der Auskühlung des Körpers ist nicht zu spaßen. Sind Arme und Beine kalt, fällt das Handlich des Motorrades und das schnelle Reagieren schwerer. Dazu kommt das nicht unerhebliche Risiko von Spätfolgen. Mancher „harte Typ“ schwingt sich – wenn immer möglich – mit schickem Hemd und Sporthose auf seine Maschine. Er darf sich nicht wundern, wenn er ein paar Jahre später bitter ausgebremst wird und seinen Flitzer in die Ecke stellen muss: weil ihn Dinge wie Rheuma, Rückenleiden oder Nierenerkrankungen plagen.

Für Fahrschulen Pflicht: Seit dem 1. Mai 2014 gilt für alle Zweiradklassen (AM, A1, A2, A) die Voraussetzung, dass die Schüler nur noch mit kompletter Ausstattung Fahrstunden nehmen und die Prüfung absolvieren dürfen. Lässt der Fahrlehrer seine Schützlinge in Jeans auf das Motorrad, handelt er fahrlässig. Da Motorradbekleidung gut sitzen und eng anliegen muss, ist es für Fahrschulen kaum noch möglich, für jeden Fahrschüler die passenden Bekleidungsteile bereitzuhalten. Daher muss ein Fahrschüler seine eigene „Motorradklamotten“ haben, die er nach bestandener Prüfung natürlich weiter trägt.

Was gehört zu einer sicheren und wetterfesten Komplettausstattung?

Der Motorradanzug hat die Aufgabe, in jeder Situation zu schützen. Damit er nicht nur bei einem Sturz die Knochen und die Haut schützt, sondern bei einem Regen oder bei Kälte Gelenke, die Hände und das Gesicht warm und trocken hält, wurde er aufwändig konstruiert – und sollte möglichst vollständig getragen werden. Eine Komplettausstattung umfasst:

  • Helm mit Vollvisier oder Schutzbrille (Tragepflicht!)
  • Motorradanzug mit Protektoren, Membran, Innenfutter
  • Nieren- und Rückenschutz – sehr wichtig!
  • Motorradstiefel mit Verstärkung
  • Handschuhe mit Schutzeigenschaften
  • Bei langen Regenfahrten: ergänzende Regenbekleidung
  • Worauf ist beim Helm zu achten?

    Der Motorradhelm hat schon vielen Fahrern das Leben gerettet. Deshalb schreibt die Straßenverkehrsordnung seit 1976 vor, dass er getragen werden muss – von jedem, der auf dem Motorrad (mit-)fährt. Doch der Helm schützt nicht nur Kopf und Kragen, er weist auch Regen und Wind, hochwirbelnde Steinchen und fliegende Insekten ab. Damit der Helm im Notfall richtig schützen kann, muss er passgenau sitzen und komplett geschlossen sein – auch der Kinnriemen. Motorradhelme müssen nach der StVO getestet und nach der ECE-Regelung zertifiziert sein (ECE 22-05).

    Worauf kommt es beim Anzug an?

    Welcher Handschuh ist der richtige?

    Gute Handschuhe sind unerlässlich – bei kaltem und bei heißem Wetter. Denn auch bei warmen Temperaturen kann ein Ausrutscher passieren. Durch seine schützenden und klimatisierenden Eigenschaften trägt ein guter Handschuh zum Fahrkomfort bei, indem er an warmen Tagen den Schweiß an den Händen abtransportiert und bei kaltem Wetter die Finger wärmt, damit die Hand reaktionsfreudig bleibt.

    Welche Stiefel sind geeignet?

    Unterschätzen Sie niemals die Bedeutung guter Motorradstiefel. Diese tragen in hohem Maße zum Schutz des Fahrers bei, indem sie dort ergänzen, wo der Motorradanzug nicht mehr schützen kann – an den Unterschenkeln und Füßen. Durch ihre Stabilität verhindern sie das Umknicken des Fußes – für den Fall, dass man die Maschine mal „abfangen“ muss. Doch wie alle Teile Deiner Motorradbekleidung schützt der Stiefel nicht nur, sondern wärmt, damit deine Füße einsatzbereit bleiben. Wer schonmal mit Turnschuhen im Schnee gelaufen ist, weiß genau, wie unbeweglich und reaktionsträge kalte Muskeln und Gelenke werden. Um diesen Nachteil auszuräumen, schützt der Stiefel nicht nur den Fuß vor einem Bruch sondern auch vor Kälte.

    Reinigung und Pflege

    Bei Motorradbekleidung geht Schutz vor Optik. Damit die hochwertige Ausrüstung nicht nur lange gut aussieht, sondern auch lange ihren Dienst tut, muss man sie richtig pflegen. So behält sie über Jahre ein gutes Aussehen und die volle Funktionstüchtigkeit. Fachgerechte Pflege der Motorradbekleidung ist also wichtig. Das gilt für Textilbekleidung genauso wie für Leder. Ganz besondere Aufmerksamkeit braucht die Bekleidung, bevor man sie über den Winter im Schrank verschwinden lässt.

    Hier finden Sie nähere Informationen zur Pflege Ihrer Motorradbekleidung.

    Kinder auf dem Motorrad?

    Nicht ganz zum Thema passend, aber dennoch sehr wichtig: wenn Sie Ihren Nachwuchs auf dem Motorrad mitnehmen wollen. Ein gesetzliches Mindestalter gibt es dafür nicht. Kinder bis zu 7 Jahren benötigen einen besonderen Sitz und einen Schutz der Füße vor den Speichen der Räder. Ältere Kinder müssen die Fußrasten des Motorrads erreichen können.
    Absolut verboten: das Mitfahren auf dem Tank oder dem Schoß des Fahrers!
    In jedem Fall brauchen die Kinder vollwertige Kleidung und einen passenden Helm. Die passende Bekleidung finden Sie hier. Zudem müssen die jungen Biker in der Lage sein, sich gut festzuhalten zu können und sollten wissen, wie man sich in Kurven mit Schräglage zu verhalten hat.
    Ein ganz wichtiger Hinweis: Kommunizieren Sie mit Ihrem Kind währen der Fahrt. Denn bei langem, gleichmäßigem Fahren und dem eintönigem Vibrieren des Motors kann es vorkommen, dass Kinder einschlafen und dann loslassen. Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Kind immer wach bleibt und die Fahrt auf dem Motorrad aktiv miterlebt.

    Noch Fragen?

    Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne so gut wir können. Schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular oder rufen Sie uns an.