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Normen

Veröffentlicht am 04.08.2015 in Materiallexikon | «« | »»

Warnwestenpflicht

Laut www.bussgeld-info.de ist in Deutschland das Mitführen einer Warnweste nach EN 20471 Pflicht, jedoch nicht das Tragen derselben. Für Motorräder, so die Seite, ist das Tragen einer Warnweste nicht vorgesehen. Dies kann jedoch im Ausland abweichen. So empfiehlt es sich, wenn Sie mit dem Auto oder dem Motorrad eine Tour im Ausland machen, pro eigentragenem Sitz eine Warnweste nach EU-Norm mitzuführen und diese beim Verlassen des Fahrzeugs auf Kraftstraßen pflichtgemäß auch zu tragen. Während das Bußgeld in Deutschland für das Fehlen der Warnweste mit 15 Euro relativ niedrig ist, kann eine Verletzung der Warnwestenpflicht im Ausland wesentlich teurer zu Buche schlagen. Seien Sie deshalb vorbereitet!

EN 1621

Die europäische Norm (EN) 1621-1 regelt die Mindestgröße für die zu schützenden Bereiche an den Gelenken und stellt Anforderungen an die Fähigkeit des Protektors, auftreffende Schläge zu absorbieren und den Träger damit vor Verletzungen zu schützen. Die Fähigkeit des Protektors, mechanische Energie zu absorbieren wird, über einen Schlagtest ermittelt. Aus 1m Höhe wird ein rechteckiger Stempel (40x80mm) mit 5kg Masse auf den Protektor fallen gelassen. Der Protektor liegt dabei auf einem halbkugelförmigen Amboss mit einer Kraftmeß-Einrichtung. Gemessen wird nun, wieviel Kraft noch unter dem Protektor auftritt. Diese Restkraft wirkt auf den Träger und führt letztlich zu Verletzungen. Je kleiner dieser Wert, desto besser absorbiert der Protektor. Protektoren müssen nach einem Sturz ausgetauscht werden. Größenangabe: kleine Größe/alternativ einsetzbar: Typ A (kleine Fläche), Standard: Typ B (große Fläche). Quelle: VISCOTEC GmbH

EN 20471 / ISO 20471 - Hochsichtbare Warnkleidung

Die EN ISO 20471 definiert für passive Verkehrsteilnehmer abhängig von der Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge drei Bekleidungsklassen (1, 2, 3) mit Mindestflächen in m² an fluoreszierendem Hintergrundmaterial und retroreflektierendem Material. Klassen und Mindestflächen entsprechen der EN 471. Um optimalen Schutz zu gewährleisten, muss Warnkleidung der Klasse 3 mindestens über 0,8 m² Hintergrund- und 0,2 m² Reflexmaterial verfügen. Nach wie vor möglich ist es, fluoreszierendes Hintergrundmaterial in unterschiedlichen Warnfarben zu verarbeiten und für die geforderte Fläche aufzuaddieren. Die Norm umfasst grundsätzlich folgende Anforderungen an Warnwesten:
  • Die Warnweste muss an allen Seiten aus auffälligem Material bestehen - im Sinne der 360°-Sichtbarkeit. Horizontale Reflexstreifen sowie fluoreszierendes Material sollen den Torso und, wenn vorhanden, die Hosenbeine und Ärmel umschließen. Die Mindestbreite des umlaufenden Materials muss auch bei dem fluoreszierenden Hintergrundmaterial 5 cm betragen. Innerhalb der fluoreszierenden Flächen dürfen – abgesehen vom Reflexmaterial – keine Unterbrechungen vorhanden sein.
  • Um die Bekleidungsklasse 3 zu erreichen, müssen Torso und Arme oder Beine bedeckt sein. Warnwesten und Latzhosen einzeln können also nicht mehr nach Klasse 3 zertifiziert werden.
  • Zur Erreichung einer höheren Bekleidungsklasse sind jetzt auch Bekleidungskombinationen z.B. aus Warnjacke und -hose zertifizierbar.
  • Bei Jacken mit abnehmbaren Ärmeln müssen die Ärmel fluoreszierend sein und retroreflektierende Applikationen haben.
  • Quelle: www.arbeitssicherheit.de

    EN 13356 - Sichtbarkeitszubehör für den nicht-professionellen Bereich

    In der EN 13356 ist beschrieben, welche Anforderungen Sichtbarkeitskleidung für den nicht-professionellen Bereich erfüllen muss. Basierend auf der EN 1150 muss die Kleidung zum größten Teil aus fluoreszierendem Material bestehen, welches UV-Strahlung des abklingenden Tageslichts in ein hell leuchtendes Gelb umwandelt. Ferner müssen auf Vorder- und Rückseite des Kleidungsstückes mindestens je 50 cm² reflektierendes Material angebracht sein. Unsere Profi-Fluoweste übertrifft diese Anforderungen mit 475 cm² Reflexfläche*. Und die Fluoweste 729 sorgt mit über 830 cm² reflektierender Fläche* für noch mehr passive Sicherheit durch Auffälligkeit bei Tag, Dämmerung und Nacht. (*) ausgehend von der jeweils kleinsten Artikelgröße

    EN 1150 - Sichtbarkeitszubehör im Bereich Freizeitanwendungen

    Nicht immer gibt es die Anforderung nach Sichbarkeit nur im Straßenverkehr. Auch beim Wandern, Joggen, Radfahren und ähnlichen Sportaktivitäten soll durch reflektierendes Material aufmerksam gemacht werden. Nach der EN 1150 reicht im Bereich der Freizeitanwendungen ein einzelner 25 Millimeter breiter Reflexstreifen aus. Für den Straßenverkehr sind diese als Zubehör zu sehen und ersetzen keinesfalls Warnwesten oder Sichtbarkeitskleidung nach anderen Normen.