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CORDURA®

Das aus Nylonfasern (Polyamid) hergestellte CORDURA® ist abriebfest und texturiert. Bei seiner Herstellung werden die Fasern aufgetrennt und erneut verwoben, so dass das Material eine sehr hohe Abriebfestigkeit erhält. Es ist an der Oberfläche aufgerauht, wodurch es angenehm und griffig wirkt. Durch seine hohe Belastbarkeit wird es als Außenmaterial bei Motorradbekleidung, Rucksäcken und Schuhen verwendet. Die Oberflächenstruktur macht es allerdings schwer, das Material zu beschichten. Hiefür wären glatte Polyamid-Fasern besser geeignet. CORDURA® sollte nicht hohen Temperaturen oder längerer Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, da das UV das Material schnell altern lässt. Die Lebensdauer von CORDURA® 600D beträgt bei Motorradbekleidung oder im Outdoorbereich durchschnittlich 7 bis 10 Jahre. CORDURA® ist ein von der Firma DuPont eingetragenes Warenzeichen für Hightech-Nylonstoffe.

GERMADURA®

Das im Jahre 1985 von uns entwickelte Obermaterial GERMADURA® ist ein aus Polyesterfasern im Kreuzwebverfahren hergestelltes Material speziell für den Outdoorbereich und Motorradbekleidung. Durch seine enorme Abriebfestigkeit gewährleistet es einen hohen Schutzfaktor. Der hohe Schmelzpunkt von über 240 °C verhindert in den meisten Fällen ein "Durchbrennen" beim Rutschen auf dem Asphalt. Im Bereich der Tragetextilien findet es in den Feinheitsgraden 200D* bis 1480D* Anwendung. Durch seine geringe Wasseraufnahme von nur 0,124 % des Eigengewichtes eignet es sich hervorragend für wetterfeste Kleidung. Ein weiterer Vorteil von GERMADURA® ist die Farbintensität und Farbechtheit.

URBANTEX

Ein ebenfalls von uns entwickeltes Material aus Nylonfasern. Es zeichnet sich durch feinere Verwebung und höhere Dichte aus, wodurch es bei annähernd gleicher Abriebfestigkeit wesentlich leichter ist als vergleichbare Materialien. URBANTEX wird hauptsächlich bei Damenjacken und im leichten Outdoor-Bereich verwendet.

POLYMATRIX

Spezialgewebe aus für Motorradbekleidung besonders geeigneten Polyamid-Hohlfaser. Das geringe Gewicht und die hohe Reiß-/Kerbfestigkeit ergeben in Kombination gute Eigenschaften für Textilien im Motorrad-, Rennsport- und Outdoorbereich.

POLYAMID-DOBBY

Das aus Polyesterfäden bestehende Ripstop-Material beinhaltet, je nach Webverfahren, alle 5-8 Millimeter etwas dickere Fasern, die die Reißfestigkeit erhöhen und ein besseres Weiterreißverhalten ergeben. Damit ist das Textil hervorragend für den zusätzlichen Schutz von gefährdeten Bereichen (Schultern, Ellbogen) geeignet. Der DEN-Wert wird üblicherweise aus dem Durchschnitt der einzelnen Faser-DEN-Werte errechnet.

DEN

1D oder DEN ("denier") entspricht 1.181 Gramm auf 9000 Meter Faserlänge.

SCHOELLER® DYNATEC®

DYNATEC® ist hoch abriebfest sowie zug- und reißfest. Es ist Wind und Wasser abweisend. In der Regel wird es nur als Verstärkung und an den exponierten Stellen wie Knien, Ellbogen und Schultern eingesetzt, da es relativ steif ist.

SCHOELLER® KEPROTEC®

KEPROTEC® ist durch den hohen Anteil an Kevlarfasern extrem abriebfest und eignet sich daher besonders als Verstärkung an sturzgefährdeten Stellen bei Motorradbekleidung. Kevlar ist ein eingetragenes Warenzeichen. Mögliche Materialzusammensetzung laut Hersteller: Cordura®, hochfeste Polyamide, Kevlar®, verschiedene Beschichtungen und Ausrüstungen.

TASLAN

Durch spezielle Texturierung der Nylonfaser vor dem Weben erhält das Gewebe einen weichen und textilen Griff. Es ist aufgrund seiner spezifischen Struktur in der Regel Wasser und Wind abweisend sowie wasserdampfdurchlässig.

FLEECE/MICROFLEECE

Wärmende, weiche und hautfreundliche Trägerstrickware mit aufgerauter, flauschiger Oberfläche. Hervorragende Wärmeisolierung durch unzählige Luftkammern. Hoher Tragekomfort, pflegeleicht und formbeständig.

CE-PROTEKTOREN

Die überwiegend verwendeten "CE-Protektoren" sind in der Regel aus geschäumtem Polyurethan hergestellt und entsprechen den Vorschriften der CE. Entgegen landläufigen Meinungen sind diese Protektoren nicht nach EN 1621 geprüft, sondern der Hersteller gibt an, dass er diese Protektoren nach den Bauvorschriften der CE-Regulierungen hergestellt hat. Das heißt aber auch das es ohne weiteres gleich gute Schutzpolster geben kann, die ähnlich gebaut sind, aber nicht exakt nach diesen Regulierungen.

AMARA®

Wetterbeständiges Kunstleder, weich, griffig und mit Antirutscheffekt, deshalb gut für die Ausstattung z.B. von Motocross-Handschuhen und leichten Motorradhandschuhen geeignet.

ELASTHAN / ELASTAN

Zu 85% aus PU bestehendes, extrem dehnfähiges Material, welches z.B. für die Herstellung von Bündchen verwendet wird, da die Dehnfähigkeit von Elasthan 400-700% beträgt. Bekanntester Markenname ist Lycra®.

EVA (Ethylenvinylacetat)

Sehr leichter Kunststoff, der in Schuhen als Zwischensohlenmaterial verwendet wird. Druckgeschäumtes EVA ist nicht nur leicht, es hat auch sehr gute Dämpfungseigenschaften. Verwendung teilweise auch bei Nierengurten.

KLIMAMEMBRANEN

Werden unter verschiedenen Markennamen angeboten (Reissa, Hipora, Humax, Germatex, etc.). Allen Membranen gemeinsam ist die Grundfunktion: Schweiß und Feuchtigkeit kann nach außen entweichen, Wind und Regenwasser können jedoch nicht nach innen gelangen. Textil-, aber auch Lederbekleidung erhält durch diesen Effekt hervorragende Wetterschutz und gleichzeitig Komforteigenschaften. Die meisten Membranen bestehen aus Polyurethan oder Polyester. Verschiedene Materialien sind den verschiedenen Einsatzgebieten im Bereich Motorradbekleidung angepasst. Gegen mechanische "Verletzungen" sind alle Klimamembranen empfindlich: Eine durchstochene Membran kann verständlicherweise nicht mehr abdichten. Ebenso können Schäden durch Behandlung mit ungeeigneten Waschmitteln entstehen. Weichspüler und deren Anteile im Waschmittel verderben die Membran unwiederbringlich! Mehr Info.

OUTLAST®

Ursprünglich wurde OUTLAST® für die NASA entwickelt, um Astronauten vor Temperaturschwankungen zu schützen. Heute sind die Einsatzgebiete von OUTLAST®-Materialien breit gefächert und erhöhen den Komfort von Motorradbekleidung. Atmungsaktive OUTLAST®-Produkte gleichen Temperaturschwankungen aus und reduzieren die Schweißbildung erheblich. Patentierte Mikrokapseln passen sich aktiv dem jeweiligen Körperklima an und reduzieren Überhitzen und Auskühlen, um so vor Schwitzen und Frösteln zu schützen.

Polyvinylchlorid (PVC)

PVC ist ein amporpher, thermoplastischer Kunststoff, der im Urzustand hart und spröde ist. Erst durch die Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren wird er flexibel und erhält seine Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse. In der Textilwelt findet PVC einen großen Einsatz in wasserdichten Beschichtungen und in Ummantelungen von Polyesterfasern zur Beeinflussung des Wear-And-Tear-Verhaltens. Polyvinylchlorid ist bei fachgerechter Entsorgung unbedenklich für die Umwelt, da es zu fast 100% wiederaufbereitet und wiederverwendet werden kann.

Polychloropren (Neopren®)

Das Polymer des Chloropren-Kautschuk ist vielseitig einsetzbar und findet auch außerhalb des Textil große Verwendung. Durch Aufschäumen ist das unter dem Markennamen Neopren® bekannte Material bestens für wärmedämmende Einsatzzwecke geeignet. Der textile Einsatzbereich - hauptsächlich bei Taucheranzügen bekannt - erstreckt sich vom Nierengurt über Handschuhe bis zu wärmendem Zubehör, wie z.B. Halswärmer. Auch hier gilt: die fachgerechte Entsorgung des Materials ist wichtig, da es dem Rohstoffzyklus zugeführt werden kann.

Polyester

Unter Polyester versteht man eine große Gruppe an Polymeren mit Esterfunktionen, darunter unter anderem Polycarbonat und Polyethylenterephthalat. Die Eigenschaften von PE erlauben das Erzeugen von Kunststofffasern mit enormen Eigenschaften in Bezug auf Haltbarkeit und Abriss/Abriebfestigkeit. Das aus diesen Fasern gewobene Material wurde ursprünglich für Outdoorbekleidung und Zubehör verwendet, während für Motorradbekleidung eher Polyamide in Betracht gezogen wurden. Mit der immer besseren Anpassung des Fertigungsprozesses gewobener PE-Faserstoffe erhielt dieses Material letztendlich Einzug in den Bekleidungssektor des Motorsports, letztendlich auch für normale Motorradbekleidung. Die Stärken von PE sind hohe Abriebfestigkeit bei niedrigem Fasergewicht. Die unterschiedlichen Webtechniken erlauben die Erschaffung von Polyestertextilien vom leichten T-Shirt bis hin zum hochabriebfesten Obermaterial für Motorradjacken und Hosen. Polyester wird meist sortenrein verwendet und kann daher problemlos über die kommunale Entsorgungsstelle dem Rohstoffkreislauf wieder zugefügt werden.

Polyamid

(Quelle: Wikipedia) Polyamide werden wegen ihrer hervorragenden Festigkeit und Zähigkeit oft als Konstruktionswerkstoffe verwendet. Gute chemische Beständigkeit besteht gegenüber organischen Lösungsmitteln, doch können sie leicht von Säuren und oxidierenden Chemikalien angegriffen werden. Auch gezogene Fasern aus Polyamiden weisen diese Eigenschaften auf und können durch verschiedene Verarbeitungstechniken Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften hervorbringen. So ist unter dem Markennamen Nylon zum Beispiel ein speziell verarbeiteter Polyamidfaden zu verstehen, dessen Eigenschaften unter anderem enorme Reißfestigkeit und Abriebfestigkeit sind. Aus diesem Faden entstand das geschützte Obermaterial Cordura (siehe oben), welches hauptsächlich Anwendung findet, wenn Abriebfestigkeit und Witterungsbeständigkeit erforderlich sind. Polyamide können sortenrein unter chemischem Aufwand dem Rohstoffkreis wieder zugeführt werden. Leider werden sie oft thermisch entsorgt...